Schloss B.

Dann begann unser Mahl. Ich formuliere es bewusst so, weil unsere gemeinsamen Mahlzeiten – von Anfang an – immer etwas besonderes waren. Fast möchte ich jetzt abschweifen, weil mir ganz Vieles in Erinnerung kommt, aber ich bemühe mich, den chronologischen Gang der Dinge zu schildern. Vielleicht kann ich das eine oder andere, was vor dem ‚danach‘ war, an passender Stelle einflechten. Aber das weiß ich noch nicht. Gudrun brachte die Vorspeise hinein. Angetan mit einer süßen kleinen, rüschenverzierten schwarzen Servierschürze über ihrem knielangen, weißen Faltenrock, den ich übrigens auch sehr schick fand, brachte sie jedem ein Schälchen mit Kräuteroliven und stellte dann eine Platte mit gerösteten Weißbrotstückchen in die Mitte des Tisches . Ich hatte schon vorher deinen Blicken entnommen, dass du dir im Geiste vorstelltest, dass mir so ein Rock auch gut stehen würde. Ich kannte ja inzwischen deine Vorlieben und habe sie ja auch gern mit dir geteilt. Nachdem sie sich dem gewohnten Ritual entsprechend hingesetzt hatte, stießen wir mit jenem wirklich sehr trockenen Couteaux de Languedoc an und gaben uns also zunächst unserem mediterranen Einstimmungsgenuss hin. Die mit Chili und Knoblauch angemachten Oliven waren schon recht scharf. Aber köstlich – ohne Zweifel! Sie dienten dazu, für eine Weile die Konversation vom Geschehen und Erwarteten abzulenken.

aus: Erinnerungen an Schloss B.https://www.amazon.de/dp/B00FX2EJSY

Immaculati

I proudly present: #Immaculati

Covergestaltung: Kutscher-Design

Esther Novalis und ich freuen uns auf die Veröffentlichung unseres ersten gemeinsamen Thrillers! (voraussichtlich im März – im Telegonos Verlag)

Klappentext:

Mr. und Mrs. Philips – Gefährliches Spiel

Bei Recherchen nach verschwundenen Personen kommen die Privaten Ermittler Bea und Marc einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur, der unter dem Deckmantel klösterlicher Traditionen patriarchale Bräuche aus dunkelster Vergangenheit pflegt. Handelt es sich dabei um die längst totgeglaubten „Immaculati“? Um hinter die Kulissen schauen zu können, werden sie Mitglieder dieser Gemeinschaft.

Schaffen sie es, gute Miene zum bösen Spiel zu machen? Können sie dem geheimnisvollen „Immaculatenforscher“ Gregori Romanescu trauen? Als Bea entführt wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der Marc durch halb Europa und schließlich in seine Heimat, die schottischen Highlands führt – hinein in ein verdrängtes Familiengeheimnis.

Eos, Göttin der Morgenröte

Mythologischer #Textschnipsel aus #Undercover #Available:
https://www.thalia.de/…/artikeldetails/ID44834021.html
https://www.amazon.de/dp/B01C6MLCRO
https://www.weltbild.de/artikel/ebook/undercover_21416688-1
„Doch komm, du bezaubernde Morgendämmerung. Eos, komm herbei! Du erweckst die Gestade aufs Neue. Gischt will wieder branden. Oh Süße, mach schnell! Löse dich von deiner Balustrade auf dem Balkon unseres Palastes und schwebe herein zu mir. Beglücke mich, wie Eos es zu tun pflegt. Ja, erlöse mein wachsendes Sehnen. In meinen Lenden jauchzt es schon. Meine Lust will deine Lust. Meine Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe …

Die Königin deines Herzens

Die Königin deines Herzens führt dich in den Park eures Palastes. Ganz ruhig schreitet ihr nebeneinander her, Hand in Hand. Gemeinsam betrachtet ihr die Schönheit des großen Gartens mit seinen stattlichen Bäumen, den prachtvollen Blumenrabatten und den akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken, welche die kunstvollen Wasserspiele und saftig-grünen Rasenflächen umsäumen. Du warst eine Weile verreist und sie möchte dir zeigen, was neu gestaltet wurde….

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Der Figaro

„Wir sind immer da!“ Flüsternd hingehaucht, keinen Widerspruch duldend. Zärtlich kitzeln seine Worte an ihren Lippen. „Egal, wo wir sind. Wir sind da!“

Seine Worte fliegen durch die Nacht. Sie fliegt mit. Sie schwebt, sie taumelt. Sie fällt. Nein, sie wird gebettet, ganz sicher und fest gehalten. Sie spürt das Gras unter sich. Es ist weich und federnd, so als ob es ihr helfen wolle, sich ihm entgegenzuwölben. Bei den Liebesbänken sind sie noch lange nicht, aber ist es nicht viel schöner hier? Es muss der alte Rhododendronhain sein. Der Duft der letzten gewiss schon fast verblühten Sorten kitzelt in ihrer Nase. Ein fahles Licht signalisiert den an der Peripherie aufgehenden Mond und von Ferne verrät Figaro den Fortschritt des Aktes – jenes Aktes …

„Oh Felix, wenn nun doch jemand kommt?“

„Wer außer uns soll kommen?“

„Dann komm, mein Liebster, komm ganz tief hinein.“

Die Welle überflutet sie mit dem erneuten wie aus ganz weiter Ferne ertönenden Gesang Figaros.

Lasst uns tanzen, lasst uns küssen, und zu unsrer Hochzeit gehen.

Wie stets hält Felix ein großes Herrentaschentuch bereit, als sie sich aufgerappelt haben. Noch verweilen sie in inniger Umarmung: ein Standbild, umrahmt von den Schattenrissen der Sträucher und Bäume ihres Gartens. Der aufgestiegene Mond hüllt sie in silbrigen Glanz.

Was das alles mit dem Figaro zu tun hat, erfahren Sie hier: